Wie schmecken eigentlich Rochenflügel

Rochenflügel roh

Wenn man schon an der Atlantikküste ist, dachte ich mir, kann man ja mal Rochenflügel probieren.

Wie schmecken eigentlich Rochenflügel und lohnt es sich diese zuzubereiten? Selbst auf den Fischmärkten an der französischen Atlantikküste bekommt man Rochenflügel nicht immer, aber als ich diese sah, siegte meine Neugier und übermäßig teuer waren sie auch nicht. So um die 11 bis 14 Euro das Kilo – wenn ich recht erinnere. Den Rochen sollte man eigentlich im Meer lassen, weil er sehr langsam wächst und nun wirklich nicht so häufig vorkommt wie eine Sardine.

Meist ist er jedoch im Beifang zu finden und dann kann man ihn ja auch mal probieren. Da der Rochen unbedingt ganz frisch sein muss, ist es am besten man probiert ihn direkt am Meer. Ich jedoch nur einmal, denn sein Fleisch ist einfach nur neutral zu nennen und muss mit Soßen aufgepeppt werden. Für mich kein gutes Grundmaterial zum Kochen.

Rochenflügel gegrillt

Die sogenannte Spitzengastronomie macht ein Zirkus um den Rochen, der mir nach meinem Versuch nicht begreiflich ist.

Es muss halt immer etwas Exotisches sein, auch wenn die Grundsubstanz, also das Rochenfleisch, total neutral schmeckt.

Ich habe die Rochenflügel vorsichtig auf dem Grill gebraten und wie üblich bei Zubereiten von Fisch vorher mit Zitrone und Salz gewürzt. Sie sollten nicht zu lange gebraten werden, denn das Rochenfleisch ist nicht nur fast geschmacklos, sondern auch noch empfindlich dazu. Auch auf dem Teller ist das Rochenfleisch nicht gerade ansehnlich. Man zieht das Fleisch mit einer Gabel von den Knorpeln des Rochenflügels. Dann liegt es spagettimäßig da.

Rochenflügel gegrillt mit Gemüse

Mit einer Soße kann man den Rochen vielleicht aufpeppen, aber einfach mit ein wenig Olivenöl und Zitrone ist es nun wirklich nicht der Bringer. Da ist mir dann doch eine Dorade oder eine fein zubereitete Sardine allemal lieber.

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